Income-Barometer von J.P. Morgan AM: Niedrigzinsumfeld hat das österreichische Sparverhalten wenig beeinflusst

Mehr als die Hälfte der Österreicher spart einfach weiter wie bisher / Fast jeder Vierte spart weniger als zuvor / Nur 14 Prozent wurden vom Sparer zum Anleger und nutzen ertragstärkere Investmentprodukte als Alternative

Wien, 5. September 2018 – Obwohl das Niedrigzinsumfeld nun schon ein Jahrzehnt anhält, hat dies wenig Auswirkungen auf das Spar- und Anlageverhalten eines Großteils der Österreicher: Laut aktuellem Income-Barometer sparen 54 Prozent der Befragten trotz anhaltend niedriger Zinsen „gleich viel“ – machen also weiter, wie bisher. Lediglich sechs Prozent der Österreicher legen als Reaktion darauf mehr Geld zurück. Mit 22 Prozent resigniert fast jeder Vierte angesichts der mageren Erträge und spart weniger. Eine Alternative in Form von ertragstärkeren Investmentprodukten haben dagegen nur 14 Prozent der Befragten gesucht: „Es ist erstaunlich, dass rund 60 Prozent der Österreicher mit ihren Sparerträgen unzufrieden sind und trotzdem ihr Anlageverhalten in der letzten Dekade nicht verändert haben“, unterstreicht Christoph Bergweiler, Leiter Österreich, Deutschland, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Zumal sich ein Großteil der Befragten des Income-Barometers sehr wohl bewusst sei, dass sich kurzfristig am Zinsumfeld nicht viel ändern dürfte.

 




Ausweg aus dem Dilemma

Analog zu anderen Fragen des Income-Barometers zeigt sich, dass ein Teil der Österreicher das Thema Finanzen und Geldanlage für wenig relevant erachten. So gaben 7 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, ob sie ihr Anlageverhalten an die niedrigen Zinsen angepasst haben. Angesichts der Verunsicherung der Sparer sieht Christoph Bergweiler finanzielle Bildung und seriöse Anlageberatung als essenziell an. „Wer die Augen vor der Realität verschließt und meint, weiterhin mit vermeintlich sicheren Sparanlagen den niedrigen Zinsen trotzen zu können, sieht tatenlos zu, wie sein Erspartes immer weniger wird“, führt er aus und betont, dass es notwendig ist, etwas mehr Risiko bei der Geldanlage einzugehen, um heute noch ein attraktives Ertragsniveau zu erreichen. „Mit etwas mehr Wissen über die Kapitalmärkte und die Wirkungsweise von Streuung des Risikos, Zinseszinseffekt oder die langfristige Aushebelung der Volatilität, sollte der Schritt vom Sparer zum Anleger möglich sein. Eine einfache, flexible und bequeme Lösung – nicht nur für Anlageeinsteiger – bieten breit gestreute Mischfonds, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Bereits mit kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, sind somit ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage möglich", erläutert Bergweiler.

Er verweist darauf, dass Fondsanleger im Rahmen eines Sparplans vom so genannten Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, profitieren. Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolgt, verteilt sich das Risiko, denn bei fallenden Kursen werden mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben. „Durch diese Vorgehensweise lässt sich das Problem des ‚Market-Timings‘, also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Markt­schwankungen noch weniger relevant“, so Bergweilers Fazit.

 

Weitere Informationen zum Trendthema ausschüttende Mischfonds gibt es hier


Zum Income-Barometer 2018 von J.P. Morgan Asset Management

Das Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management basiert auf einer repräsentativen Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 1.000 österreichischen Frauen und Männern zwischen 18 und 65 Jahren. Insgesamt wurden im März und April 2018 8.198 Privatanleger in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich und Spanien befragt. Die Studie erfasst das aktuelle Spar- und Anlageverhalten der Privatanleger sowie Aspekte wie ihre Zufriedenheit mit verschiedenen Anlageformen, ihren Anlagehorizont, ihre Risikobereitschaft sowie ihre Einstellung zu und Wissen über Zinsen, Fondslösungen und regelmäßige Erträge („Income“).