Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management: Hoher Sicherheitsfokus behindert Ertragschancen

Ein Großteil der österreichischen Sparer will für Sicherheit auf Ertrag verzichten / Nicht einmal jeder Vierte will auf Kraft des Kapitalmarkts setzen / Mit hohem Sicherheitsbedürfnis bleiben Anlageziele unerreichbar

Wien, 15. August 2018 – Drei Viertel der Österreicher schätzen sich bei der Geldanlage als wenig risikofreudig ein: Laut aktuellem Income-Barometer hält sich mit 32  Prozent rund jeder dritte Befragte für „sehr sicherheitsorientiert“ und möchte sein Kapital lieber erhalten als es zu vermehren. Und 43 Prozent sehen sich als „eher sicherheitsorientiert“ an, das heißt sie sind mit geringeren Erträgen zufrieden, solange das Ersparte nicht zu vielen Schwankungen ausgesetzt ist. Doch das ist laut  Christoph Bergweiler, Leiter Österreich, Deutschland, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management, eine Milchmädchenrechnung: „Die Angst vor Marktschwankungen ist so groß, dass viele Österreicher lieber auf Rendite verzichten, als auf die Chancen der Kapitalmarkterträge zu setzen. Doch auch wenn diese zugegebenermaßen ein höheres Risiko aufweisen, heben sich die Marktschwankungen ja gerade über die längeren Anlagezeiträume hinweg auf, wie Zeitreihen belegen. Und im anhaltenden Niedrigzins­umfeld findet der Kapitalerhalt der vermeintlich sichereren Sparanlagen auch nur auf dem Papier statt. Wenn die Inflation wie derzeit höher ist als die Zinsen, verliert das Ersparte real an Wert“, so Bergweiler.

Nur wenige Frauen sehen sich bereit für das Auf und Ab der Börse

Diese Tatsache hat zumindest ein Teil der Österreicher auch bereits verinnerlicht und zeigt sich etwas risikofreudiger: So trauen sich laut Income-Barometer 2018 17 Prozent der Befragten zu, geringe Schwankungen auszuhalten, wenn die Geldanlagen dafür etwas mehr Ertrag bringen. Und sechs Prozent sagen, sie könnten auch größere Schwankungen gut aushalten, erwarten dafür aber auch eine höhere Rendite.

Interessant bei dieser Betrachtung ist auch, dass die weiblichen Befragten ein höheres Sicherheitsbedürfnis bei der Geldanlage haben als die Männer. So gaben 39 Prozent der Frauen und nur 24 Prozent der Männer an, „sehr sicherheitsorientiert“ zu sein. Dagegen zeigen die Männer einen höheren Risikoappetit: 23 Prozent Männer – im Vergleich zu 10 Prozent Frauen – schätzen sich als „etwas risikofreudig“ ein und 9 Prozent Männer – im Vergleich zu 2 Prozent Frauen – sind sogar sehr risikofreudig.

Anlageziele im Fokus

Christoph Bergweiler betont, dass wer die Augen vor dem aktuellen Niedrigzinsumfeld verschließt, Gefahr läuft, die Anlageziele nicht zu erreichen: „Mit einem Zins von 6 Prozent verdoppelt sich eine Anlage in 12 Jahren, bei 4 Prozent sind es 18 Jahre, bei 2 Prozent 36 Jahre. Ein Zinssatz von 0,5 Prozent erfordert dagegen stolze 144 Jahre – und im aktuellen Zinsumfeld erwirtschaften viele Sparprodukte noch weniger. Wer also ein bisschen mehr Risiko in Kauf nimmt, eröffnet sich die Chance, sein Anlageziel in einem realistischen Zeitrahmen zu erreichen.“ Bergweiler betont, dass mit flexiblen Mischfonds, die es in ertragsorientierten und konservativen Ausprägungen gibt,  auch weniger risikofreudige Anleger eine breit gestreute und somit weniger schwankungsanfällige Lösung finden. „Da sich Sparen allein bei den anhaltend niedrigen Zinsen nicht mehr rechnet, sind Investmentfonds auch für Anlageeinsteiger eine echte Alternative“, so Christoph Bergweilers Fazit.

Weitere Informationen zum Trendthema ausschüttende Mischfonds gibt es hier

Zum Income-Barometer 2018 von J.P. Morgan Asset Management

Das Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management basiert auf einer repräsentativen Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 1.000 österreichischen Frauen und Männern zwischen 18 und 65 Jahren. Insgesamt wurden im März und April 2018 8.198 Privatanleger in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich und Spanien befragt. Die Studie erfasst das aktuelle Spar- und Anlageverhalten der Privatanleger sowie Aspekte wie ihre Zufriedenheit mit verschiedenen Anlageformen, ihren Anlagehorizont, ihre Risikobereitschaft sowie ihre Einstellung zu und Wissen über Zinsen, Fondslösungen und regelmäßige Erträge („Income“).